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Der umstrittene deutsche Privatagent Werner Mauss
steht auch der neuen Bonner Regierung gern zu
Diensten. In der jüngsten Geiselaffäre um den in
Kolumbien entführten Münchner Arzt Ottmar Broda
(60), vermittelten Mauss und seine Ehefrau Ida die
entscheidenden Kontakte zwischen den Entführern von
der Guerillagruppe ELN und dem Auswärtigen Amt.
Mehrmals sprach ELN-Vizechef Antonio Garcia
daraufhin in den vergangenen Wochen mit dem
außenpolitischen Experten der SPD-Bundestagsfraktion
Guntram von Schenk.
Der Vertraute von Günter Verheugen,
Staatsminister im Auswärtigen Amt war mit den
sensiblen Unterredungen beauftragt worden. Schenks
Verhandlungsgeschick führte schließlich zu Brodas
Freilassung am vorigen Freitagabend.
Lösegeld wurde nicht gezahlt. |
Garcia warb in den Gesprächen mit Schenk um eine
aktive Bonner Unterstützung des Friedensprozesses in
Kolumbien. In einem persönlichen Schreiben an
Bundeskanzler Gerhard Schröder appellierte der
ELN-Mann an die Bundesregierung, die Greueltaten der
rechtsgerichteten kolumbianischen Todes-schwadronen
anzuprangern.
Mit freundlicher Genehmigung des Focus. |