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Der deutsche Privatagent Werner Mauss und seine Frau
lda haben in einem Interview des Nachrichtenmagazins
FOCUS erstmals über ihre fast neun Monate lange Haft
in Kolumbien berichtet. Mauss sagte, er habe jede
Nacht befürchtet, von Mördern der rechtsgerichteten
Paramilitärs aufgehängt zu werden. Dies wäre den
Medien dann als Selbstmord aus Verzweiflung verkauft
worden. Tagelang hätten er und seine Frau die
Schreie gefolterter Gefangener gehört. Ida Mauss
berichtete über seelische Folter. So habe man ihr
ausgerechnet an Weihnachten eine 60-jährige
Haftstrafe angedroht. Mauss sagte FOCUS, daß die Bundesregierung über die
Umstände der von ihm mitvermittelten
Friedensgespräche in Mainz informiert sei. |
Sechs an den Gesprächen beteiligte Führer der
Guerilla-Gruppe ELN habe er unter konspirativen
Umständen zu dem Gespräch unter Leitung des Mainzer
Bischofs Karl Lehmann nach Deutschland gebracht. ELN-Militärchef Pablo Beltrán betonte gegenüber
FOCUS, daß die Guerilla für die nächste
Gesprächsrunde am 12. Juli in Mainz einen
Waffenstillstand anbieten könne. Als Gegenleistung
erwarte man, daß der Terror der Todesschwadrone in
Kolumbien untersucht werde. |